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Discuto
348 days left (ends 02 May)
description
Einführung und Demo für den Pilotdiskurs Verständigungsmodus !
Jeder Discuto - "Paragraph" besteht aus einer Kernaussage und zugehörigem Hintergrund.
Zunächst erscheint nur der Überblick der Kernaussagen.
Wo ein fettes H am Textende der Kernaussage steht, klappt ein Klick den "Hintergrund" zu diesem Text auf und zu!
Dieser Klick ist dringend empfohlen - der Hintergrund ist oft wesentlich für die Verständigung!
Die Paragraphen P! - P16 sollen zunächst den Paradigmenwechsel von der üblichen(!) KONFRONTATION zur notwendigen(!) VERSTÄNDIGUNG begründen. Der VerständigungsMODUS ist dann in P17 - P19 skizziert -- er soll ja mit diesem Diskurs schon "geübt" werden ;-) !! P20 enthält dann einen Formalismus, der eigentlich für den Verständigungsmodus essentiell ist -- aber leider b.a.w. auf Hilfskonstruktionen angewiesen ist.
Näheres in den Technischen Hinweisen s.u. und in der "Diskussion" - Reiter s.o.!!
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Das bedeutet einerseits, das primär nur die tatsächlich entscheidungsrelevanten Kernaussagen angezeigt werden. Bei praktischen Anwendungen werden die "Hintergründe" um ein Vielfaches umfangreicher sein. Andererseits werden bei komplexen Problemen oft top-down-Entscheidungsprozesse nötig, wo die Kernaussagen in verlinkten Sub-Diskursen erarbeitet werden.
Wobei "ganzheitlich" zwingend verlangt, dass im Entscheidungsprozess alles entscheidungsrelevante PRO und KONTRA, z.B. Risiken und Nebenwirkungen einbezogen wird.
MOST ACTIVE USERS
P1
P1 Will die Menschheit tatsächlich zulassen, dass sie durch den Wachstumswahn einer Clique von Kriegsgewinnlern in rasante Selbstzerstörung manövriert wird?? H
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P2
P2 Kaum denkt der Mensch, da irrt er schon. So lasst uns denn gemeinsam vom größeren zum kleineren Irrtum voranschreiten! H
Alles Gedachte ist durch die reale Situation der Denkenden und ihrer Umgebung geprägt. Alles Entstehende ist eine Negation des Vorangegangenen – und wird irgendwann von Nachfolgendem negiert. Vollkommenheit ist immer nach dem Maßstab des aktuell Vorstellbaren begrenzt – und nach dem Maßstab des Nachfolgenden ein Irrtum...
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P3
P3 Menschliche Zivilisation bedeutet, mit einer grenzenlosen Vielfalt von Irrtümern zu leben, die großenteils von den Individuen als Gewissheiten empfunden werden. H
Das eigentliche Wesen von Zivilisation besteht im gegenseitigen Erkennen und Respektieren der Gewissheiten – und zwar gleichermaßen für erwünschte wie für unerwünschte.
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P4
P4 Jeder Mensch steht steht ständig vor der Abwägung, mehr für sein Eigenwohl oder mehr für das Gemeinwohl tätig zu sein.
H
Der Idealfall der Übereinstimmung von Eigennutz und Gemeinnutz ist nur selten spontan erreichbar. In aller Regel bedarf es vielfältiger gemeinsamer Anstrengung, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leistung und Ertrag für alle Beteiligten herzustellen und nachhaltig zu sichern.
Wird jedoch Eigennutz auf Kosten des Gemeinwohls gezogen, so ist es die natürliche Pflicht der „Gutwilligen“, das Gemeinwohl gegen räuberische Ansprüche zu verteidigen.
Ob man das nun „Politische Problemlösung“ oder sonstwie nennt: In jedem Falle bedarf es zielführender Verständigung zwischen allen Beteiligten…
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P5
P5 Die „Verständigung der Gutwilligen“ beginnt mit dem Verstehen und Aufklären der Unterschiedlichkeit individueller Selbstverständlichkeiten. H
Unterschiedlich von Mensch zu Mensch sind „Selbstverständlichkeiten“ betreffs Einschätzungen
- gut/anständig/erlaubt vs. böse/unanständig/verboten,
- machbar/beeinflussbar vs. undurchführbar/unbeeinflussbar,
- wesentlich vs. unwesentlich,
- erträglich/ erstrebenswert vs. unerträglich/bekämpfenswert,
- Fakten vs. Fakes!!
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P6
P6 Die gängige Parteienpolitik ist die bestmögliche Vertretung der Gesamtbevölkerung.
H
Angesichts der Diktatur als einzige Alternative ist die Parteiendemokratie alternativlos!?? Allerdings steht unsere „Repräsentative Demokratie“ unter vielfältiger Kritik – insbesondere wegen Lobbyismus, Schwerfälligkeit und Kompetenzmangel. Und die volkstümliche Steigerung „Feind-Erzfeind-Parteifreund“ weist auf ein grundsätzliches Problem aller Parteien…
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P7
P7 Der Trend zur Zersplitterung der Volksvertretungen in viele kleine Fraktionen zwingt förmlich zu einem parteiübergreifenden Verständigungsmodus für die Problemlösung der immer komplexer werdenden Gesellschaft. H
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P8
P8 „Unsere Demokratie“ steckt in einer Kompetenzkrise, die sich in den Verständigungskrisen aller Ebenen, also vom Innenleben der Bewegungen und Parteien bis zu regierenden Koalitionen widerspiegelt.
H
International dominieren zwar Staatsformen, die sich „Demokratien“ nennen, die jedoch größtenteils de facto eher als lobbykratische Autokratien funktionieren.
Die Krisen des neuen Jahrtausend betreffs Corona, Inflation, Energie und vor allem die Kriege sind weitgehend auf die Dominanz partikulärer Interessen zurückzuführen.
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P9
P9 Das BSW erlebt, dass die „natürlichen Kinderkrankheiten“ einer neuen Partei besonders schaden können, wenn es seine Linie mit der gängigen Parteienpolitik durchsetzen will, statt die Chancen einer modernen Kleinpartei zu nutzen.
H
Das Prinzip, nur rundum geeignete Mitglieder aufzunehmen, hat lernwillige Bewerber ausgeschlossen und Schönredner angezogen. Mitläufer sind wichtig, aber ...
Die Gewissheit „Wir haben die Kompetenz!“ ((alles richtig zu machen)) ist blanker Selbstbetrug, solange die Verständigung über PRO und CONTRA incl Risiken und Nebenwirkungen nicht bewusst gelebt wird.
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P10
P10 Zuerst müsste gelernt werden, wie sich Menschen mit unterschiedlichem Wissensstand und sogar konträren Zukunftsvisionen über Konsens und Dissens verständigen.
H
Das ist der zentrale Punkt dieses Diskurses.
Salman Rushdies „Wir haben das wohl verbockt“(LVZ 30.3.2023) ist als Weckruf an alle Menschen gerichtet.
Die Sorge, dass zu viele Lernanforderungen Interessenten abschrecken könnten, ist angesichts aktueller work-live-balance-Diskussionen berechtigt.
Aber klar sollte doch sein: ein kleiner Kristallisationskern mit kreativen Akteuren ist unabdingbar – die Mitläufer kommen dann später.
Die Notwendigkeit, an allen Fronten vieles zu lernen, müsste von allen Parteien thematisiert werden. Insbesondere das BSW mit dem Anspruch „Mit uns - nicht weiter so!“ lässt Angebote erwarten, wie ein „Weiter so mit Vernunft und Gerechtigkeit“ für eine zeitgemäße Politik über das Postulieren von Wunschzetteln und Forderungslisten hinausgehen soll.
Ein wohlorganisierter Verständigungsmodus kann für jegliche Verständigung sehr hilfreich sein.
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P11
P11 Eine zentrale Komponente des entscheidungsrelevanten Wissensstandes ist die Kenntnis der Vorgeschichte der aktuellen Problemsituation.
H
Jede Problemsituation hat eine Vorgeschichte, über die die Beteiligten unterschiedliche Kenntnisse und Vorstellungen haben. Diese liegen nicht selten weiter auseinander als erwartet.
Diese Vorkenntnisse sind mehr oder weniger faktentreu – auch die darin enthaltenen vermeintlichen „Gewissheiten“.
Nach Descartes „Methode“ soll man selbstverständlich „Keine Voraussetzung ungeprüft hinnehmen!“. Für die Lösung komplexer Probleme ist die Dokumentation der Voraussetzungen lebenswichtig – incl. deren Veränderungen, die im Laufe des Diskurses aus verschiedensten Gründen relevant werden können.
Zum Problem kann die Vorgeschichte vor allem dann werden, wenn alle Beteiligten sagen „Das hat eine Vorgeschichte, Ist uns bekannt.“ Selbstverständlich sind die Vorkenntnisse der Teilnehmer nicht identisch. Aber nicht selten betreffen diese Unterschiede wesentliches, was schließlich zu absolut konträren Kofliktpositionen führt.
Ein hochaktuelles Beispiel ist die Vorgeschichte des Ukraine-Russland-Krieges. Diese Vorgeschichte hat eine Reihe von Knackpunkten, die allerdings unterschiedlich dargestellt und bewertet werden.
Hier eine kleine Auswahl, die zeigt, wie alles miteinander zusammen hängen kann. Wohlgemerkt: Alle Details stammen nach meiner Erinnerung aus vertrauenswürdigen Quellen - können einzeln strittig sein. Der Gesamtzusammenhang stellt mMn die Bedrohungslüge des wesstlichen Mainstreams ernsthaft in Frage.
Ob diese Folge von Knackpunkten als Ergebnis einer Strategie des militärisch-industriellen Komplexes der USA in wesentlichen Punkten unstrittig ist, hat ungeheure praktische Bedeutung. Denn entweder rechtfertigt das Narrativ vom „unprovozierten russischen Angriffskrieg“ die maximale Unterstützung der Ukraine – oder dieses Narrativ wird entlarvt als strategisch orchestrierte Bedrohungslüge, die von skrupellosen Kriegsgewinnlern „bis zum letzten Ukrainer“ durchgezogen wird.
Soviel zur Bedeutung der Vorgeschichte am Beispiel des Ukraine-Russland-Konfliktes.
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P12
P 12 Verständigung beginnt mit respektvoller Annäherung durch Zuhören und Verstehen – oder auch durch „verstehendes Lesen“.
H
Verständigung braucht Aktivität und meist auch Mühe aller Beteiligten. Wunschzettel und Forderungskataloge sind zunächst nur leere Hülsen.
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P13
P 13 Der Erfolg von Verständigung beginnt mit dem Aufbau von Vertrauen.
H
Vertrauen baut auf der Gewissheit über das, was das Gegenüber weiß, kann und will.
Vertrauen kann aufgebaut und zerstört – kann freilich auch vorgetäuscht oder missbraucht werden.
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P14
P14 Der Erfolg von Vertrauen beginnt mit gemeinsamem Denken und Handeln.
H
Für erfolgreiches Handeln genügt Gemeinsamkeit in einigen wenigen Fähigkeiten und Interessen.
Oft stehen diesen Gemeinsamkeiten konkurrierende oder sogar konträre Interessen gegenüber.
Bemerkenswert ist der Unterschied zwischen typisch deutscher und typisch amerikanischer Reaktion eines vom Partner „ausgetricksten“ Geschäftsmannes. Typisch deutsch: „Nie wieder mit dem !“ Typisch amerikanisch: „Der nächste Deal mit dem zusammen!“ Sorry ...
Eigentlich müsste kategorisch zwischen privater und professioneller Debattenkultur unterschieden werden. Hier jedoch geht es um den Versuch einer politischen Debattenkultur. Da geht es ja um die höchsten und tiefsten Probleme – also müsste höchste kompetente Professionalität angestrebt sein.
Leider kapriziert sich politische Professionalität heutzutage auf den „Umgang mit dem Volk“ statt auf „Umgang mit den Problemen des Volkes“. Der Unterschied wäre im Weiterbildungsprogramm des preußischen Kulturministeriums von 1904 zu finden! Ein „Kleines ABC“ kann da auch bestenfalls Brücken privat und professionell bauen – aber genau das wollen wir doch versuchen!
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P15
P15 „Verständigungsmodus“ beschreibt ein methodisches Arbeitsverfahren zur Lösung komplexer Probleme in partizipativer/diskursiver Zusammenarbeit mit den Etappen Entwurf -- Diskurs – Ergebnisdokument.
H
Zur Einleitung dient ein ganzheitlich lösungsneutraler Entwurf, der von den Teilnehmern zielführend diskutiert wird.
Wichtige Schritte des Verständigungsmodus werden bereits von dem Internet-Portal Discuto unterstützt. Discuto erwartet einen schon möglichst kompetenten Entwurf von Beschreibung und Lösungsansatz des Problems.
Dieser Entwurf sollte in Absätze (Paragrafen“) gegliedert sein, die dann im Diskurs von den Teilnehmern einzeln bewertet und diskutiert werden können.
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P16
P16 Verständigungsmodus hilft, den Zeitaufwand für Problemlösungsdebatten auf das notwendige Minimum zu bemessen.
H
„Natürliche Debatten“ beginnen üblicherweise damit, dass weniger aussichtsreiche Aspekte frühzeitig aussortiert oder überhaupt nicht erwähnt werden. Wirklich neue Ideen, die mit Goethes Worten „als fremder Gast in die Erscheinung treten“ haben da keine Chance – auch wenn sie objektiv die besten wären. Solche Verluste sind tunlichst zu vermeiden.
Andererseits wird durch konzentrierte Bewertung und Kommentierung der entscheidungsrelevanten Kernaussagen ermöglicht, dass notwendige Entscheidungsprozesse zielführend ablaufen.
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P17
P17 Der Verständigungsmodus bevorteilt grundsätzlich ganzheitliche Sichten und Arbeitsweisen, indem zunächst nur die als entscheidungsrelevant eingeschätzten „Kernaussagen“ angezeigt werden – und zwar so viel wie übersichtlich im jeweiligen UI/Display untergebracht werden können!
H
Entscheidungsrelevant sind neben Zielen auch Risiken und Nebenwirkungen.
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P18
Die notwendige Übersichtlichkeit der Diskurse ist durch Beschränkung der Anzahl von Kernaussagen je Diskurs zu gewährleisten. >
H
Für die Einführunsphase wird die teeny-Dimension, also 13-19 Kernaussagen je Diskurs empfohlen. Das wird sich mit zunehmender Erfahrung ändern :-))
Bei komplexen Problemsituationen ist voraussichtlich eine Hierarchie verlinkter Diskurse unverzichtbar.
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P19
P19 Der Verständigungsmodus bietet den Teilnehmern in jeder Situation die Wahlmöglichkeit zwischen Übersicht der Kernaussagen - für schnelle Leser, und Gesamtsicht – für gründliche Leser.
H
In gar nicht ferner Zukunft werden vielleicht ~20, und in der Perspektive ~50 Diskurse gleichzeitig laufen.
Übrigens: Der Klick zur Bewertung der Kernaussagen ist natürlich schon in der Übersicht möglich und erwünscht!
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P20
P20 Der Verständigungsmodus akzeptiert in der (leider noch nicht implementierten) Vollversion neben den Bewertungen JA und NEIN auch die moderaten Bewertungen „JA, allerdings“ und „NEIN, immerhin“.
H
Sagt „Im Prinzip JA -- allerdings würde ich es anders formulieren“ bzw. „Im Prinzip NEIN – immerhin erkenne ich ‚ein Körnchen Weisheit‘, über das sich reden ließe!“ <br>
- Die Entwürfe der Kernaussagen können klar formuliert werden, ohne auf alle Nuancen und Animositäten Rücksicht nehmen zu müssen.
- Die Teilnehmer können eine prinzipielle Zustimmung äußern, die sie vielleicht wegen Nebenbedenken nicht gegeben hätte.
- Insgesamt ist der Verständigungsprozess gleichzeitig einfacher und effektiver.


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