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Mündigkeit

Start: 23 Jan Ende

0 Tage noch (endet 31 Dez)

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Beschreibung

Weitere Informationen

Status: Geschlossen
Sichtbarkeit: Öffentlich

TEILNEHMERINNEN (9)

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"Selbstverschuldete Unmündigkeit"?  "Partizipative Mündigkeit"?! Einen Versuch ist das allemal wert!

Wer wenig Zeit für Vorbemerkungen hat, sollte bei Paragraph 40 einsteigen!

Wer sich für das Konzept "eKonsens" interessiert, findet es in den Paragraphen 62...75.  Dazu erbitte ich konstruktive Kritik!

Wer alles besser weiß, sollte selbst eine Diskussion starten.

P1

16.1.2015    2. Entwurf

27.1.2015    Einzelne Formatierungen

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(R)Evolution der Mündigkeit

P2

Alle wollen Frieden. Abgesehen von den wenigen, die durch Krieg profitieren. Aber alle die vielen anderen wollen den Frieden tatsächlich. Tatsächlich im Vormarsch ist jedoch der Krieg. Eigentlich ist es unglaublich. Da wird der Donbass zerbombt, um ihn heim ins Reich zu holen. Anderswo werden Tausende geköpft, um ein Reich Gottes zu errichten. Spiralen von Machtgier und Volksverhetzung und Hass treiben viele Millionen in Flucht und Elend. Dabei zeigt die Westfront-Weihnacht 1914 das ganze Dilemma: eigentlich würden die Schießenden ja lieber gemeinsam Weihnachtslieder singen, Fußball spielen und Bier gegen Whisky tauschen. Aber die Entrechteten finden nicht zu politischer Mündigkeit. „Von oben“ werden drakonische Strafen angedroht – und schon geht das sinnlose Morden weiter...

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P3

Es geht hier um etwas, was noch keinen Namen hat. Nennen wir's „evolutionärer Konsens“. Dieser „eKonsens“ will als Werkzeug der vielen verstanden und genutzt werden. Wie jedes Werkzeug ist der eKonsens erst bei bewusster Handhabung hilfreich – und auch möglicher Missbrauch muss in Betracht gezogen werden. Deshalb folgt zunächst einiges zu Notwendigkeit und Motivation. Und erst zum Schluss wird näher beschrieben, was mit „eKonsens“ konkret gemeint ist...

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P4

Wobei: Das mit dem „Konsens“ ist so ein Problem für sich. Dobelli warnte vor dem „Falscher-Konsens-Effekt“: Jeder glaubt, dass die anderen mehrheitlich so denken wie er selber. Aber jeder ist ein Andersdenkender und glaubt genau so – etwas anderes! Und so entsteht das Dilemma: die unendliche Vielfalt individuellen Denkens verdeckt und blockiert das gemeinsame Denken. Ist vielleicht genau das die Ursache der Unmündigkeit der Entrechteten? Dabei sind die gemeinsamen Interessen und Ziele zwar auch ziemlich komplex, aber gewiss nicht so grenzenlos vielfältig wie die individuellen.

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P5

Es genügt nicht, zu wollen – man muss auch können. Handwerker wie Wissenschaftler wissen, wie ihr Können vom verfügbaren Werkzeug abhängt. Die Entrechteten haben kaum "eigenes Werkzeug“. Was sie vom Establishment vorfinden, ist für alle möglichen anderen Zwecke sogar weitgehend optimiert – nur nicht für partizipative Willensbildung. Und auch was mit unstrittig bester Absicht an „eigenem Werkzeug“ geschaffen wurde, wird mMn noch von einem Trugbild individueller Freiheit dominiert – und behindert. Ist nicht völlig unstrittig, dass die individuelle Freiheit um so größer ist, je höher die gesellschaftliche Basis entwickelt ist?!

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P6

Über die gemeinschaftliche Willensbildung zur individuellen Freiheit – und das noch per individueller Mitwirkung an der gemeinsamen Willensbildung – das bedeutet gewiss für viele ein gewisses Umdenken. Deshalb vorab ein kleiner Exkurs. Beim Ernst der Lage – soviel Zeit muss sein!

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Evolution

Mutter Natur irrt nicht. Denn „Irrtum“ kommt bei Mutter Natur nicht in Betracht. Mutter Natur entwickelt sich, indem sie mutiert. Das Stärkere setzt sich durch. Missgeburten werden rigoros ausgesondert. Ergebnis ist eine unfassbare Gesamtheit faszinierender Details. Bewundernswert ist vor allem das stabile Zusammenspiel dieser unzähligen Details. Mutter Natur mutiert weiter. Und verdient allergrößten Respekt! Aber schon in grauer Vorzeit haben die Menschen dieses „natürliche“ Evolutionsprinzip für ihre eigene Entwicklung abgewählt. Denn es erscheint oft nach menschlichen Maßstäben ziemlich grausam.

Erkenntnisse

Nach und nach erkannten die Jäger und Sammler, dass ständige Abhängigkeit von den Geschenken der Mutter Natur unerfreulich ist. Mit Ackerbau und Viehzucht waren sie von den Launen der Natur schon weniger abhängig. Freilich brauchten sie nun einen Pflug für das Feld. Und eine Axt, um Haus und Stall zu bauen. Für zielführendes Handeln braucht man halt Werkzeuge. Und es erwies sich bald als sinnvoll, dass die einzelnen Individuen unterschiedliche Fertigkeiten ausprägten. Wobei auf dem Weg von der Gemeinschaft zur Gesellschaft die Fähigkeit zur Organisation des Zusammenlebens immer wichtiger wurde. Ob wir nun an „Gens una sumus“ oder an PODEMOS oder an andere Zukunftsversionen denken: ohne sorgsam führende Mütter und Väter wird da wohl nichts Bestand haben. Wobei allerdings Sorgfalt und guter Wille in unserer hochkomplexen Welt schnell an ihre Grenzen stoßen. Effektive und effiziente Organisation ist in dieser Größenordnung mit bloßen Händen und einfachen Mitteln nicht zu machen. Und schon gar nicht, wenn die beteiligte Menschen auf Rädchen in einem virtuellen Getriebe reduziert werden. Das Experiment „realsozialistische Planwirtschaft“ hat dies gar zu deutlich gezeigt. Aber „Der Weg ist nicht zu Ende, wenn das Ziel explodiert“ (Kreuzer, Leipzig). Haben doch schon oft große Ideen nach himmelhoch jauchzender Euphorie ein Tal tiefster Enttäuschung durchlaufen – bis irgendwann ihr substanzieller Kern Eingang in die Selbstverständlichkeiten der Menschheit fand...

Bewertungen und Irrtümer

P7

Leider ist die „Fähigkeit zur Organisation“ begrenzt. „Planung bedeutet Ersetzung des Zufalls durch den Irrtum!“ ist leider nicht nur ein Bonmot, sondern oft bittere Wahrheit. Aber ebenso unstrittig: Wir Menschen können „vom größeren zum kleineren Irrtum voranschreiten“. Das können Tiere übrigens auch. Aber wir Menschen als höchstentwickelte Tiere können das viel besser. Indem wir die Folgen der Irrtümer nicht abwarten müssen, sondern antizipieren können. Wir bewerten Möglichkeiten schon, ehe wir sie realisieren. Zwar unvermeidlich: auch Bewertungen unterliegen Irrtümern – besonders, „wenn sie die Zukunft betreffen“. Aber wenn die vielen (s.o.!) diese Bewertungen nicht den wenigen (s.o.!) überlassen, dann sollte der Weg von den größeren zu den kleineren Irrtümern doch wohl zu finden sein?! Schau'n wir mal!

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Neuzeit

P8

Heute sehen sich immer mehr Menschen als Prekariat im Hamsterrad und empfinden die ständige Abhängigkeit von den Geschenken des Establishments als unerfreulich. Dabei wird die eigene momentane Situation noch großenteils als „gut“ bis „sehr gut“ eingeschätzt. Aber die Sicht auf den Rest der Welt zeigt viel desaströses Chaos. Und auch der Blick in die eigene Zukunft und insbesondere auf die Zukunft unserer Nachkommen zeigt ein besorgniserregendes Auseinanderdriften oder schon Zerfallen unserer Gesellschaft. Damit unsere Neuzeit nicht zur Endzeit wird, müssen Mittel und Wege zur konstruktiven Lösung unserer gesellschaftlichen Probleme gefunden und „gemacht“ werden.

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Fehlentwicklung

P9

Da war zu lesen, dass Konzernbereiche abgestoßen werden, weil sie nur 12% Rendite bringen. Denn sie haben das Konzernziel „mindestens 15% Rendite“ nicht erreicht. „Natürliche Auslese“? Dahinter steckt eine zum Selbstzweck ausgeartete Kapitalanhäufung. Eine solche exzessive Kapitalanhäufung ist gesellschaftlich gesehen nicht nur völlig sinnlos, sie zerstört ganz real die natürliche Umwelt und schließlich die menschliche Zivilisation. Und sie ist letztlich Ursache(!!) für die weltweite desaströse Aufspaltung der menschlichen Gesellschaft. Die 17 Toten um Charlie waren ein Menetekel – das eigentliche Desaster ist millionenfaches brutales Morden. Aber die tiefste Tragik liegt doch darin, dass ein erschreckend hoher Anteil menschlicher Intelligenz auf diesen zerstörerischen Aktionismus verwendet wird: angefangen bei blutsaugerischem Hochfrequenzhandel über professionelles Destabilisieren unliebsamer Regime bis zu perfektioniertem Terrorismus.

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Maßlosigkeit

P10

Wenn in früheren Epochen skrupellose Machtmenschen das Fass zu Überlaufen gebracht hatten, dann wurden sie verjagt, guillotiniert, erschossen. Maßlosigkeit provoziert Maßlosigkeit. Heute gibt es viel provozierende Maßlosigkeit. Die davon provozierte Maßlosigkeit ist unübersehbar ausgebrochen: „arabischer Frühling“, Maidan, IS. Die damit verbundenen naiven Hoffnungen haben sich, gelinde gesagt, nicht erfüllt. Ein wichtiger Unterschied zwischen früher und heute scheint mir jedoch durchaus erkennbar.

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Sozialdarwinismus

P11

Der Zustand nach den früheren Revolutionen gab „hervorragenden“ Persönlichkeiten die Möglichkeit, als Heerführer, Staatslenker oder auch als Unternehmer „Neues“ zu gestalten. Viele dieser Persönlichkeiten wurden zu Identifikationsfiguren: einerseits für die Identifikation Person<=>Idee, und andererseits für die Identifikation Volk<=>Führer (sorry)/Leader. Eine „Höher­entwicklung“ ist unstrittig, auch wenn viele Einzelfälle mehr oder weniger auffällige Fehlentwicklungen sind. Irgendwie erinnert das Ganze an das Evolutionsprinzip von Mutter Natur: das „Geeignete“ setzt sich durch, und das „Ungeeignete“ verschwindet nach mehr oder weniger großen Katastrophen. „Unmenschlich“?!! Vermeidbar?!

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